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Europa

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Anhang

Glossar
Projektdefinition

Andorra ist ein sehr kleines Land im Südwesten Europas. Es liegt in den östlichen Pyrenäen und grenzt an Spanien und Frankreich.

Die Hauptstadt heißt Andorra la Vella. Die Währung ist der Euro.

Andorra ist u.a. Mitglied der Vereinten Nationen, aber nicht der Europäischen Union.

Geschichte

Eine Überlieferung besagt, dass Karl der Große Andorra die Unabhängigkeit schenkte als Dank für die Unterstützung beim Kampf gegen die Mauren. Die Oberherrschaft gab er dem Herren von Urgell. Im 11. Jahrhundert entstand wegen Andorra ein Streit zwischen dem Bischof von Urgell und seinem nördlichen Nachbarn, der Grafschaft Foix in Frankreich. Der Konflikt wurde 1278 durch eine Erklärung behoben, nach der Andorras höchste Staatsgewalt zwischen dem Grafen von Foix und dem Bischof von La Seu d'Urgell in Katalonien (Spanien) aufgeteilt wird. Dies gab dem kleinen Fürstentum sein Staatsgebiet und seine politische Form. Als Nachfolger des Grafen von Foix ist heute der Staatspräsident Frankreichs "Cofürst von Andorra" zusammen mit dem Bischof von La Seu d'Urgell.

Besetzungen durch ausländische Mächte haben an dieser Situation immer nur kurzzeitig und vorübergehend etwas geändert. Trotz der französischen Eroberungen unter Napoleon oder der Auseinandersetzungen im spanischen Bürgerkrieg (1936–39) blieb der politische Zustand des Landes erhalten. Während des Zweiten Weltkriegs (1939–45) blieb Andorra neutral und war ein wichtiger Schmuggelweg zwischen dem Département Vichy in Frankreich und Spanien.

In Anbetracht seiner geringen Macht und isolierten Lage blieb Andorra außerhalb der Hauptströmung der europäischen Geschichte und hatte keine Beziehungen zu anderen Ländern außer Frankreich und Spanien. In letzter Zeit jedoch hat seine blühende Reiseindustrie zusammen mit Entwicklungen im Transport und den Kommunikationen das Land aus seiner Isolierung entfernt. Sein politisches System wurde 1993 – dem Jahr, in dem es ein Mitglied der Vereinten Nationen wurde – gründlich modernisiert.

Andorra ist heute ein wohlhabendes Land hauptsächlich wegen des Tourismus und seines Status als Steueroase.[1]

Landschaft und Klima

Die Gesamtfläche von Andorra beträgt 468 km². Es liegt in den Pyrenäen und besteht vorwiegend aus rauen Bergen mit einer Durchschnittshöhe von 1996 Metern. Die höchste Erhebung ist der Coma Pedrosa mit 2.946 m.

Das Klima ist dem gemäßigten Klima seiner Nachbarn ähnlich; aber wegen seiner höheren Lage gibt es durchschnittlich mehr Schnee im Winter, und im Sommer ist es ein bisschen kühler.

Bevölkerung

In Andorra leben ungefähr 70.000 Menschen. Nur ein Drittel sind wirkliche Andorraner. Die übrigen stammen fast ausschließlich aus Spanien und Frankreich. Trotzdem ist die einzige offizielle Sprache Katalanisch.

Andorras Kultur ist – auch mit Volksmusik und Volkstänzen – mit der vielfältigen Mischung der katalanischen Kultur im Nordosten Spaniens eng verbunden.

Sehenswürdigkeiten

Andorra wird vor allem wegen der Wintersportmöglichkeiten besucht.

Siehe auch

Mit Hilfe von Wikipedia gibt es weitere Informationen über Andorra, beispielsweise:


Hinweis

  1. Steueroasen sind Staaten mit besonders niedrigen Steuern.
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