Adolf Oberländer

Adolf Oberländer (* 1. Oktober 1845 in Regensburg; † 29. Mai 1923 in München) war ein bayerischer Maler und Zeichner und Schüler von Ferdinand von Piloty.

Leben

Wilhelm Busch beeinflusste seine Illustrationen, die zum Großteil im Verlag Braun & Schneider erschienen. Bekannt waren vor allem seine humorvoll-satirischen Darstellungen menschlichen Verhaltens. Diese wurden oft als anthropomorphisiserende Tierzeichnungen ausgeführt. Oberländer zeichnete vor allem für die Fliegenden Blätter, ein illustriertes, humoristisches Wochenblatt. Später arbeitete er auch für den Münchener Bilderbogen.

Weitere Illustrationen schuf er für Franz Bonns „Lustige Naturgeschichte oder Zoologica comica“ (1877), „Jedes Thierchen hat sein Pläsierchen“ (1888) von Edwin Bormann und „O diese Kinder“ (1894) von Georg Bötticher.

Zu seinen berühmtesten Werken zählt die Bildserie Randzeichnungen aus dem Schreibheft des kleinen Moritz, die von 1880 bis 1900 veröffentlicht wurden. Das Oberländer-Album erschien ab 1879.

Er entwarf im Auftrag des Kölner Schokoladeproduzenten Ludwig Stollwerck Sammelbilder für Stollwerck-Sammelalben, u. a. die Serie „Abenteuer eines Frosches“ für das Stollwerck-Sammelalbum No. 4 von 1899.[1]

Oberländer war seit 1873 mit Sophie geb. Scheurlin (* 12. August 1844), der jüngsten Tochter des Dichters Georg Scheurlin, verheiratet. Aus der Ehe sind die Kinder Emilie (* 1881) und Julius (* 1883) hervorgegangen.

Ehrungen

  • 1895: Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst.

Oberländer war Ehrenmitglied der Berliner Sezession und der Akademie der bildenden Künste München und Dresden.

Ausgaben

  • Adolf Oberländer: Ach du gute alte Zeit. Karikaturen. Herausgegeben von Sophie Weidner-Oberländer. Deutscher Taschenbuch Verlag (dtv), München 1983, ISBN 3-423-10137-7.
  • Adolf Oberländer: Die tanzende Dampfmaschine. Herausgegeben von Hans Ludwig, Eulenspiegel-Verlag, Berlin 1981.

Literatur

  • Georg Jakob Wolf: Oberländer. Heiteres und Ernstes. Umschlag: Emil Preetorius. München : Delphin, o. J. (ca. 1917)
  • Corinna Wodarz: Oberländer, Adolf. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 19, Duncker & Humblot, Berlin 1999, ISBN 3-428-00200-8, S. 390 f. (Digitalisat).
  • Adolf Oberländer-Album. Humor und Satire in über 300 Bildgeschichten, hrsg. von Hans Ludwig (Rosenheimer Raritäten): Rosenheimer Verlagshaus, 1982, ISBN 978-3-475-52359-5

Einzelnachweise

  1. Lorenz, Detlef: Reklamekunst um 1900. Künstlerlexikon für Sammelbilder, Reimer-Verlag, 2000.
Wikisource: Adolf Oberländer – Quellen und Volltexte
 Commons: Adolf Oberländer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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